ALACAHİSAR KIRCHE

Die große Kirche Alacahisar Kirche wurde auf 1200 M. Höhe auf Çamtepe, 4 km südwestlich vom Dorf Karabel erbaut. Die Kirche kann man sowohl über den Gehweg als auch über den aus der Antike erhalten gebliebenen Fußpfad mit der Route Karabel-Bağcaarası-Çak Tepe erreichen.

Die Alacahisar Kirche und die direkten Kirchenanbauten haben auch die Besonderheit als Kloster gedient zu haben. Eine andere charakteristische Eigenschaft der Alacahisar Kirche ist, dass sie aus ganzen Felsenstücken erbaut wurde. Die aus dem 6. Jahrhundert stammenden Kirchenmauern im nördlichen Teil dienten als Baptisterium und die im südlichen Teil als Gruft und  wurden durch das Meißeln des Hauptfelsens hergestellt. Die Bema (geschlossener Raum für das Volk, in dem sich auch der Altar befindet) in Form eines dreiblättrigen Kleeblatts besteht aus ; einem Abteil im nordöstlichem Bereich mit einer Kapelle ist Osten, ein 3 teiligen Abteil erbaut durch die  Schneidestein-Technik und einem Atrium im Westen, im nördlichen Bereich der Bema eine Taufkapelle und im Süden eine Grabkapelle.  Der westliche Abschnitt wurde komplett aus Felsen erbaut, wobei die Felsen nach innen eingeteilt worden sind und 8 Meter von der Bodenhöhe erhöht worden sind.  vorweisen. Der östliche Apsis Bereich ist mit seinen Wänden im großen und ganzen erhalten geblieben, wobei der westliche Teil eingestürzt ist.

In dem Bereich der drei Apsis und in deren Halbkuppeln wurden grosse Kreuze eingepraegt; es wird vermutet, dass die Einarbeitung durch Silber oder Mosaik erfolgt ist. Die ganze Kirche ist etwa 25 Meter lang und wurde aus mittelgroßen Blocks erbaut. Allerdings sind die meisten Blocks eingestürzt, nur die sehr schönen Türrahmen sind erhalten geblieben.

Die im nördlichen Bereich vorhandene bogenförmige Kapelle ist außerdem aus Felsen zugeschnitten worden, wobei der Boden der Kapelle höher als der Hauptkirche liegt. Innerhalb des Arkosoliums konnten Überreste eines Grabes festgestellt werden. Der obere Bereich der Kirche ist wie bei orthodoxen Kirchen aus Stein und mit einer Glocke versehen. Mit den Bohr- und Meißelarbeiten in der Kirche ist dies ein Beispiel für die frühbyzantinischen Maurerarbeiten im Bereich der Steingravierung.

Die Hügel, die die Kirche umgeben sind bedeckt mit Kiefern.  In der Umgebung trifft man auf architektonische Elemente. Allerdings sind die Räume in denen die Priester ihre alltäglichen Arbeiten verrichteten, der Saal, die großen Besprechungsräume oder die Schutzmauern nicht bis zu unserem heutigen Tage erhalten geblieben.

1 km im Nordosten von der Alacahisar Kirche befinden sich zwei-drei stöckige Steinmauerreste deren Architektur auf die klassische Hellenistik bis hin zur Byzantischen Zeit ein altes Wohnviertel vorweist. Bei dem Bau der Wände wurde keinerlei Sammelmaterial verwendet. Im Wohngebiet befinden sich 7 Zisternen, wobei bei auf einen Felsen vor einer Zisterne ein Kreuz eingraviert worden ist. Die Umgebung des Wohngebiets ist terrassierte Agrarlandschaft. Es werden Workshops in Verbindung mit der Agrarproduktion gegeben.

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