ERNEZ

25km nordwestlich von Myra, südlich des Berges Susuz, auf einer Felsenhöhe von 700 Meter gelegen, mit Blick auf das ganze Kasaba Tal, 1km vom heutigen Günçalı Dorf entfernt befindet sich die Ortschaft Ernez auf einem südlich gelegenen Hügel. Dieser Ort der Kreuzungspunkt der Wege Podalia, Arykanda, Limyra, Myra und Dereağzı. Besonders am östlichen Hang des Hügels entspringt viel Wasser. Die antike Stadt hat mit einem südlich beginnenden Aquädukt die Quelle genutzt.

In der Sprache Luvice bedeutet “Quelle” Arna; man vermutet, dass der heutige Name von diesem Wort entsprungen ist.

Die Stadt wurde auf einem felsigen Hügel und seinem Umfeld erbaut. Die Stadt war von der klassischen Zeit bis hin zur byzantinischen Zeit bewohnt. Um die natürliche Form des Hügels wurden eine Festungsmauer mit einigen Türmen und eine Akropolen errichtet. Die verschiedenen Baumethoden an der Festungsmauer beweisen, dass sie über lange Zeit genutzt wurde. Innerhalb der Festungsmauern befinden sich eine byzantinische Kirche aus drei Räumlichkeiten und einem Mosaikboden, sowie eine Hammam Ruine aus der römischen Zeit, welches den Inschriften zufolge Trian gewidmet war und spaeter als Herberge nutzen fand. Dieser Bau ist aufgrund seiner Besonderheit als formelle Herberge die die Arneai vorweist, welches so in ganz Lykien nicht bekannt ist und der Umbau eines Hammams zum einem anderen Gebäude, ein sehr wichtiger Bau. Für diese ganze Arbeit halt die Kultnonne Lalla finanzielle Hilfe geleistet.

Nach einem Erdbeben im Jahre141 wurde von Opramoas, der Arneai finanziell unterstützte, das Recht zugesprochen Münzen herzustellen.

Um den Hügel herum befinden sich architektonische Ansiedlung Befunde aus der klassische Zeit und Felsengräber mit den datierten Inschriften aus dem Jahre 380 vor Christus. Arneia ist als Bistum Zentrum in Myra an 9. Stelle.

Comments are closed.